Der Flughafen
Tempelhof muss der Luftfahrt dauerhaft gewidmet bleiben!
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Der Flughafen Tempelhof - zerstört durch unterlassene Hilfeleistung!
Am 18. August 2009 ist ein langjähriger Streit ohne
gutes Ende für unseren Traditionsflughafen zu einem
völlig absurden Ergebnis gekommen - der Flughafen Tempelhof ist gegen den
mit großer Mehrheit erklärten
Willen der Berliner, am 30. Oktober 2008 stillgelegt und nun entwidmet und
somit "entrechtet" worden.
Eindeutige Umfragewerte, ein im Votum überzeugender
Volksentscheid (2008) und zu guter Letzt eine deutliche Ansage an den Senat
durch den gewonnenen Bürgerentscheid (2009) auf Bezirksebene in Tempelhof-Schöneberg - also bei den direkten Anwohnern des Flughafens -
konnten im Demokratieverständnis dieses selbstherrlichen Bürgermeisters und
seiner Erfüllungsgehilfen nichts bewirken.
Obwohl sich seit dem Konsensbeschluss von 1996 die Rahmenbedingungen (keine
Länderfusion, keine Privat-Investoren am BBI, Explosion der
Fluggastzahlen etc.) für die
Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof zu Gunsten des BBI grundlegend verändert haben, versteckte sich der Berliner Senat, allen
voran Herr Wowereit hinter dieser überholten (CDU-)Entscheidung von 1996 und versagte
unserem Traditionsflughafen die Unterstützung, eine würdevolle Nachnutzung
mit Flugbetrieb zu finden.
Die Freifläche soll nun großen Teilen vermarktet und somit den
Immobilenmarkt zugeführt werden.
Auf Kosten künftiger Generationen wird für kurzfristige Immobiliengewinne
ein einmaliger Standortvorteil verspielt und schlimmer noch - ein Stück
Berliner-, ja Deutscher Identität einfach aufgegeben, für dessen Erhalt sich die Berliner
mehrfach doch so eindrucksvoll ausgesprochen haben - der Auftrag an Wowereit
hätte eindeutiger nicht sein können! Unser Regierender Bürgermeister hat dieses Votum verhallen lassen
und die Pfiffe gegen ihn und seine Tempelhof-Politik, selbst von seinen
Gästen auf seiner VIP-Party am 30. Oktober 2008 einfach ignoriert -
das alles konnte den "König" von Berlin nicht beirren - welch
Schaden und Verlust für Berlin!
Wowereit selbst hat durch seine Aussagen augenscheinlich das Wählerverhalten
negativ beeinflusst, so dass der ICAT-Volksentscheid
trotz eindeutigen Votum für den Erhalt des Verkehrsflughafens (!) knapp an
der mangelnden Wahlbeteiligung scheitern musste. Diesem
rot-roten Senat war die Stilllegung unseres Flughafens als Politikum so wichtig,
dass auch die Folgen einer billig initiierte Sozialneidkampagne billigend in
Kauf genommen wurde.
Denn die unsachliche Frage nach der Zukunft des "VIP-Flughafen für Reiche" musste
zu diesem katastrophalen Ergebnis führen - die nachhaltige Spaltung der Stadt
ist am Abstimmungsergebnis mehr als deutlich geworden! Hier hat der
Einigungsprozess der Stadt großen Schaden genommen!
Und auch im Nachgang an diesem verheerenden Ergebnis für Berlin hielt es die
"Lichtgestalt" Wowereit nicht
für nötig, den Kontakt zu der Berliner Bevölkerung zu suchen, sondern beließ
es dabei!
Das Voranbringen des Einigungsprozess in der Stadt ist seine
vordringliche Aufgabe, aber dieser hat er sich zu keiner Zeit gestellt -
der Kontakt zur Berliner Bevölkerung fehlt ja gänzlich.
Politik am Volk vorbei wird auch diesem selbstherrlichen Herrn ("Ich
bin kein Trickser, ich bin die Regierung") nicht schadfrei gelingen. Die SPD
hat schon bei der letzten Bundestagswahl eine deutliche "Bewertung" Ihrer
Politik bekommen. Demokratieverständnis aller Ypsilanti oder Wowereit werden
gottseidank konsequent abgestraft - das dumme "Stimmvieh" wurde wohl
unterschätzt!
Im Übrigen hat die Berliner SPD hat im Vergleich auf Bundesebene die
größten Verluste eingefahren - wen wundert's!
Verehrte Flughafen Tempelhof-Freunde - wir haben gemeinsam für unseren Traditionsflughafen gestritten - und das
schon bereits seit Jahren!
Nun, zunächst scheint der Streit entschieden und der Flughafen Tempelhof verloren!
Der Kampf war stets ungleich - wir stritten ohne Eigennutz - nicht als
Immobilienfondsengagierte, nicht als Flieger oder Inhaber einer Airline
oder Mitarbeiter des Flughafens...
...wir streiten als Berliner - interessiert und verantwortungsbewusst im
Sinne unserer Geschichte, aber eben auch mit Blick auf die
Zukunftschancen der Stadt in der wir leben!
Ob Volksentscheid, Bürgerentscheid oder Medienumfragen - stets wurde sich
deutlich für Tempelhof mit Flugbetrieb ausgesprochen = ergo, der
Senat vertritt sicher irgendwelche Interessen, aber sicher nicht
die Berlins und seiner Einwohner!
Wir jedenfalls werden auch künftig streiten und jede sich bietende Chance
nutzen, um für
unseren doch so einzigartigen Flughafen eine würdevolle Nachnutzung mit
Flugbetrieb im Sinne der Luftfahrt
zu finden!
Das Aktionsbündnis "be-4-tempelhof.de"
handelt im Sinne
des erklärten Willen der Berliner Bevölkerung - um
die richtige und nicht
nur die einfachste Lösung für den
Flughafen Tempelhof herbeizuführen!
"Der Flughafen Tempelhof muss der Luftfahrt gewidmet bleiben!"
Wir haben dafür das Mandat - durch den erfolgreichen
Bürgerentscheid 2009!
(Kommentar: Andreas Donati vom 11.Oktober 2009)
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Veranstaltungshinweis: 30. Oktober 2009 ab
18:00 Uhr ------------------------------
------------------------------------------------------- Am Adlerkopf vor
der Haupthalle
Das Aktionsbündnis lädt am 30. Oktober 2209 ab 18:00 Uhr zu einer
Gedenkveranstaltung ein, den dann
jährt sich der Tag, an dem nach dem Willen unseres Senats, am Flughafen
Tempelhof zum letzten Mal
Flugzeuge starten solllten - das hatte ja nicht ganz so geklappt.
Dennoch ist der Flughafen heute stillgelegt, entwidmet und entrechtet.
Dieser "Trauertag" für Berlin wird mit einer Kundgebung begangen, mit
Tombola, Live-Musik und mit
einer Versteigerung der handbemalten Werbeplakate zum Bürgerentscheid.
Um 00:04 Uhr wird es eine
Schweigeminute geben - bitte entsprechend Kerzen, Laternen und
Taschenlampen mitbringen!
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18. August 2009
Der Flughafen Tempelhof ist planungsrechtlich entwidmet!
Das letzte Wort ist gesprochen. Mit der
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig ist auf dem Flughafen
Tempelhof kein Flugbetrieb mehr möglich, ist das Gelände nicht mehr als
Flughafen zu nutzen.
Das Gericht hat bereits am 18. August die vom Berliner Senat im Juni 2007
verfügte planungsrechtliche Entwidmung des Flughafens als rechtens bestätigt
und die Beschwerde des Einzelklägers Wolfgang Przewieslik zurückgewiesen.
Indessen hat das Aktionsbündnis "be-4-Tempelhof" beim Berliner
Verfassungsgericht Klage eingereicht.
Diese richtet sich gegen den Senat, der Teile des Volksbegehrens für den
"Erhalt des Flughafens Tempelhof
als Unesco-Welterbe" für unzulässig erklärt hat.
7. Juni 2009
BÜRGERENTSCHEID für den Erhalt des Flughafen Tempelhof ist erfolgreich!
Am 7. Juni 2009 haben sich rund 62.000 Wähler (68,2%) für den Erhalt des
Flughafen Tempelhofs
als Weltkulturerbe ausgesprochen! (erforderlich waren 37.500 Stimmen) Allen Unterstützern aus Tempelhof-Schöneberg an dieser Stelle
im Namen des Aktionsbündnisses
be-4-tempelhof.de ein ganz "dickes" Dankeschön!!!
Das Ergebnis bestätigt
alle bisherigen Umfragen zum Thema Flughafen Tempelhof. Egal ob beim
ICAT-Volksentscheid, bei Umfragen durch Forsa oder in den Medien - mit
deutlicher Mehrheit lehnen die Berliner
die derzeitigen Pläne des Senats für den Traditionsflughafen ab - in
Tempelhof muss weiter Flugbetrieb
möglich sein. Tradition bedeutet nicht die Asche zu bewahren, sondern das Feuer
weiterzugeben!
29. April 2009
Fristgerecht neues Volksbegehren zum Erhalt des Flughafen Tempelhof
eingereicht.
Am 29.04.2009 wurden über 24.400 Unterstützer-Unterschriften (20.000 waren erforderlich) für das neue
Volksbegehren bei der "Senatsverwaltung für Inneres und Sport" eingereicht!
Davon wurden mittlerweile 20.741 Unterschriften als
gültig anerkannt.
Der Senat muss sich nun mit den Inhalten auseinandersetzen und innerhalb von
2 Monaten über die
Zulässigkeit des Volksbegehrens entscheiden.
Ein
Besuch auf dem Flughafen Tempelhof verdeutlicht noch mal, welch großer
Verlust hier für Berlin entsteht.
Bis auf die 3 verbliebenen Maschinen ist das Vorfeld völlig leer. Auf dem
Gelände wurden Bauzäune aufgestellt
und die Security fährt Patroullie entlang des neu errichteten Bauzauns. Die
Runways wurden mit weißen
Kreuzen markiert und im Gebäude ist bereits an vielen Stellen zusehen, dass
hier nicht gerade zimperlich technische Anlagen rausgerissen wurden. Für
Souvenierjäger ist die "Jagd" eröffnet! Was für ein Trauerspiel!
Natürlich hätte ein erfolgreicher
Volksentscheid zusätzlich den notwendigen politischen Druck aufbauen können,
damit in die Tempelhof-Debatte
endlich die erforderliche Sachlichkeit einkehrt - aber auch 530.000 Stimmen
sind ein klares Votum!
Der Senat hat das Volksbegehren und den folgenden Volksentscheid
zu jeder Gelegenheit manipuliert - durch seine Aussagen (Ergebnis nicht
relevant) und durch sein Handeln (Entwidmungsantrag etc.).
Die billige Plakat-Kampagne hat ihr übriges getan, um die vorhandenen Sachargumente
auszublenden! Daher sollte das knapp verfehlte Quorum nicht überbewertet
werden - für diese Politikverdrossenheit zeichnet Herr Wowereit und der
Senat verantwortlich - dieses Handeln hat Berlin unmittelbar und wird den
Berlinern durch die nun entstehenden Kosten, auch für die Zukunft
deutlich schaden!
KOMMENTAR:"Herr Wowereit - Sie sollten sich schämen!"
Richtig ist, dass durch das knappe Verfehlen des Quorums von 25% Befürwortung, das Volksbegehren formell
gescheitert ist. Dennoch hat sich eine deutliche Mehrheit für den Erhalt
Tempelhofs ausgesprochen!
Richtig ist auch, dass der Ostteil der Stadt mit der
Luftbrückennostalgie argumentativ nicht anzusprechen war.
Im Ergebnis haben die Berliner dem Flughafen Tempelhof nicht ausreichend
Unterstützung zu kommen lassen,
um entsprechenden Druck auf Herrn Wowereit & Co. ausüben zu können. Die
Sachargumente wie, Kostenvermeidung, Standortvorteile, Entlastung
Tegels, Stadtklima (Flurwinde) etc. konnten nicht vermittelt werden,
denn die billige "Sozialneid-Kampagne" des Senats hat ihre Wirkung
nicht verfehlt und von der Sachebene abgelenkt!
Aber dem Senat war jedes Mittel recht, um seine ideologischen Ziele
durchzusetzen!
Wowereits Taktik ist aufgegangen: Mit der Ankündigung auch
einen erfolgreichen Volksentscheid ignorieren
zu wollen, war für viele Berliner nicht mehr erkennbar, warum sie überhaupt
ihr Stimmrecht ausüben sollten?!
Herr Wowereit hatte ja bereits erklärt, dass auch Volkes Stimme nichts
an seiner Politik ändern werde!
Direktdemokratie möglich zu machen, sie aber dann im Vorfeld so zu
manipulieren und offenkundig als
"im Ergebnis nicht relevant" abzuwerten, ist ungeheuerlich!
Politikverdrossenheit aller SPD unter Wowereit!
Eine Neuauflage können wir derzeit bei dem Volksentscheid "Pro-Reli"
beobachten. Mittlerweile ist dieser Volksentscheid sowohl inhaltlich als
auch mangels Beteiligung gescheitert.
Auch deshalb wird im nachhinein deutlich, wie viel Zustimmung der
Erhalt Tempelhofs als Flughafen
in der Berliner Bevölkerung hat! Und dessen nicht genug: Nicht nur Tempelhof und der
Standort Berlin hat hier Schaden genommen - nein,
auch der Einheitsprozess von Ost
und West hier in der Stadt wurde negativ beeinflusst!
Die billige Sozialneid-Kampagne hat offensichtlich im Ostteil
Berlins Erinnerungen an die vergangenen "Klassenkampf-Zeiten" aufkommen
lassen - auch hier wurde vom Senat jede "Grenze" überschritten!
Auch nach dem Volksentscheid hat Wowereit die Berliner mit dieser
"Spaltung" alleine gelassen und nicht mal
den Versuch unternommen, einen Konsens zwischen den beiden Lagern
herzustellen!
Ein Verhalten, welches aus meiner Sicht Wowereit für das Amt des
Regierenden Bürgermeisters gänzlich
disqualifiziert! Ein Politiker hat in einer Stadt, welche sich im
Einigungsprozess befindet, Politik zu machen!
Der jetzt erfolgreiche Bürgerentscheid mit
rund 2 Drittel Befürwortern unterstreicht deutlich die breite Zustimmung
in allen gesellschaftlichen Schichten - wer für den Erhalt des
Flughafens streitet, steht auf der
richtigen Seite!
Wie falsch diese Aussage an die Berliner war, hat sich mittlerweile
nach dem Schließungstermin erwiesen.
Nach und nach werden
bereits bekannte
Kostenfaktoren beziffert, aber die richtig großen Positionen kommen erst
noch auf uns zu!
Den Anfang macht der nun plötzlich doch notwendige, nochmalige Ausbau
Tegels - Kapazitätsenpässe!
Erhalt- und
Sicherungskosten des Gebäudes
ca. 14 Mio. Euro jährlich /
zus. 7
Mio. Euro einmalig
Ausbaukosten für den
Flughafen Tegel
bisher ca. 40 Mio. Euro /
zus. ca. 8 Mio. in 2008
Zaunanlage (neu oder
versetzen)
ca. 1 Mio. Euro
Kaufpreis Bundesanteile
(Gebäude & Areal)
min. 35 Mio. Euro
Bodendekontaminierung
(Landesanteil)
?
Aus- / Umbaukosten Gebäude
400 Mio. Euro (älteres
Gutachten)
Alles was jetzt sonst noch an Kosten kommt, muss nun ausschließlich das Land Berlin
alleine tragen!
Brandenburg lehnt sich zurück und auch weiterhin eine Länderfusion ab -
klar, die freuen sich
über den
neuen Großflughafen
innerhalb ihrer Landesgrenzen und den damit verbundenen Steuereinnahmen!
Und als Ergänzungsflughäfen stehen Schönhagen und Finow bereit Tempelhof
zu beerben!
Der Bund steigt aus dem Abenteuer "Tempelhofer Freiheit" aus, so dass
Berlin dem Bund seine Anteile für
Gebäude und Areal abkaufen muss! Damit die Freifläche begehbar für alle
wird, muss vorher der Boden
zwingend dekontaminiert werden! Und auch das Gebäude, welches in vielen
Bereichen noch Rohbauzustand aufweist, muss durch Aus- und
Umbaumaßnahmen zunächst vermietbar gemacht werden!
Frau Junge-Reyer möchte obendrein noch die Zaunanlage versetzen lassen -
Kosten rund 1 Mio. Euro!
Die Frage um die Zukunft Tempelhofs als Flughafen für die Region hat die Stadt gespalten - sehr
bedauerlich!
Aber Tempelhof bietet uns schon gleich eine neue Gelegenheit, gemeinsam - eben Ost
und West - die Zukunft
unserer Stadt zu "schultern"! Angesichts leerer
Stadtkasse (60 Mrd. Schulden) werden wir nämlich gemeinsam die
Einsparungen ertragen müssen, die für die Aufbringung der
Schließungskosten für den Flughafen Tempelhof notwendig sein werden!
Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen
und sich an der Macht zu halten
und um von der Macht den nützlichsten Gebrauch zu machen. Politik
bedeutet aber auch Wille zum Konsens
und die
Pflicht, den gesellschaftlichen Frieden zu erhalten - eben Handeln zum
Wohle der Gemeinschaft!
An den guten Sachargumenten für den Erhalt des Flughafen Tempelhofs hat
sich nichts geändert.
Einen vernünftigen Interessensausgleich hätte die Offenhaltung
Tempelhofs bis 2012 bedeuten können.
Denn inwieweit die Finanzkrise zu Verzögerungen beim BBI-Bau führen
könne, das weiß niemand!
Aber der Flughafen Tempelhof - ein voll funktionsfähiger und
einsatzbereiter Flughafen - bleibt geschlossen,
3 Jahre früher als nötig, damit der völlig überlastete Flughafen Tegel
weiter am absoluten Limit betrieben werden muss. Mittlerweile werden
Flugzeuge zum Parken von Tegel leer nach Schönefeld geflogen, weil in
Tegel kein Parkplätze mehr vorhanden sind - was für ein ökologischer
Schwachsinn.
Das der Flughafen Tegel nun auch noch nicht einmal kampfmittelberäumt
ist, will ich hier mal nicht näher bewerten - kann ich auch nicht, aber
hier scheint mir ein zusätzliches völlig unnötiges Risiko eingegangen zu
werden! Und wer trägt hier die Verantwortung wenn was passiert...?!
Die Nachnutzungspläne des Senats - Entschuldigung - von Wowereit nehmen
ja nun mittlerweile Formen an.
Bread & Butter (Modemesse) wird nun in den nächsten 10 Jahren lediglich
für 8 Wochen im Jahr die Hangars, die Haupthalle und das Vorfeld nutzen.
Der Flughafen Tempelhof wird also zum Messestandort - "fantastisch"! Und
für die nächsten 10 Jahre werden
für die anderen Wochen des Jahres weitere lukrative Zwischennutzung
gesucht?!
Auch das die bisherigen Mieter jetzt Ihre Hangars räumen müssen, ist der
Gipfel!
Der Flughafen Tempelhof wird also ein Objekt der
Zwischenlösungen - "wirklich würdig -tolles Konzept"!
Nein, das hat unser Traditionsflughafen nicht verdient!
Das der Flughafen Tempelhof in der Zukunft kein Verkehrsflughafen mehr
sein darf (ganz sicher verblendete und obendrein dumme Politik!) und
somit der Standort Berlin, der ja bekanntlich auch Regierungssitz dieses
Landes ist infrastrukturell geschwächt wird, scheint unsere Regierung - ich
meine Wowereit - nicht zu interessieren.
Frei nach dem Motto: "Was gehen mich die Probleme künftiger Generationen
an?!"
Damit müssen wir wohl bis zum Zeitpunkt der vorgezogenen Neuwahlen erst
mal leben, aber dass deshalb dieser einmalige Ort für eine x-beliebige
Nachnutzung zerstört werden soll, kann nicht hingenommen werden!!!
"Zerstört" klingt drastisch, zugegeben, aber wer den Flughafen Tempelhof
entwidmet, flugtechnische
Anlagen zurückbaut und die Freifläche bebaut, der tut im Ergebnis nichts
anderes!
Dies gilt es zu verhindern! Der Flughafen Tempelhof ist ein Stück
Berliner Original der nach vorherrschender
Meinung auch erhalten bleiben muss! Der Flughafen Tempelhof muss der
Luftfahrt gewidmet bleiben.
Hierzu gibt es ganz unterschiedliche Ideen! Natürlich bietet sich, so
nah am Deutschen Bundestag eine Funktion als Regierungsflughafen an,
parallel auch als Rettungsflughafen wie in der Vergangenheit auch schon!
Der Flughafen Tempelhof eben auch als Ausweichflughafen - in den
heutigen Zeiten kann stets eine besondere
Situation eintreten, wo dies erforderlich sein könnte.
Aber der Flughafen Tempelhof könnte noch viel mehr sein - ein lebendiges
Luftfahrtmuseum, mit einem angeschlossenen Themenpark Luftfahrt, eben
mit Ausbildungsplätzen und Tagungsveranstaltungen rund
ums Thema. Natürlich ist das Technik- und das Alliiertenmuseum
entsprechend eingegliedert - und eine Flugschule gibt es auch!
Und jetzt kommt das Besondere! Tempelhof ist kein totes Museum, wie so
viele andere stillgelegte Flughäfen auch, sondern der Flughafen
Tempelhof lebt!
Historische Flugzeuge, wie der legendäre Rosinenbomber, die JU-52 oder
die Antonov starten zu Rundflügen über Berlin. Wo bitte auch sonst
sollte ein Rosinenbomber zu Rundflügen über Berlin starten wenn nicht
vom Flughafen Tempelhof!
Und eine Führung durch dieses einmalige Gebäude runden den
tollen Eindruck im Flugpark Berlin ab.
Aber einmal im Jahr kommt es zu einem ganz besonderen Ereignis: Berlin hat die "Tempelhof-Days"!
Ein Event, vergleichbar mit der Hanse-Sail in Rostock!
Historische Flugzeuge aus
ganz Europa machen sich einmal im Jahr auf den Weg zum ältesten
Verkehrsflughafen der Welt!
Sie kommen zu den "Tempelhof-Days! nach
Berlin
um Hunderttausende zu begeistern! Den für 4 Tage findet
auf dem
Flughafen Tempelhof eine Veranstaltung statt, die mit dem "Tag der
offenen Tür" der Amerikaner zu vergleichen ist. Denn jetzt nehmen die
Berliner und alle Flugzeuge-Fans das Vorfeld in Besitz. Es werden
einmalige Exponate aus allen Teilen Europas ausgestellt - eben
authentische Luftfahrtgeschichte, erlebbar für die ganze Familie - und das hat an so einem
einmaligen Ort in der Luftfahrtgeschichte!
Solch einen Ort hat nur eine Stadt in der Welt: Berlin, den nur Berlin
hat den Flughafen Tempelhof!
Die Tempelhof-Days - ein Muss in jeden Berlin-Besucher!
Und da im Flughafengebäude viel Platz ist, wären sogar noch Platz für die Babelsberger
Filmstudios!
So könnte ... nein, so müsste die Zukunft unseres Zentralflughafen
aussehen!
Hier bietet sich eine würdige Nachnutzung an, die Berlin diesem
Flughafen schuldet!
Eine würdige Nachnutzung - das wünschen ... nein das fordern wir von den
durch uns gewählten Volksvertretern. Es gibt kein Argument, welches
diesem Nachnutzungskonzept entgegen steht!
Daher fordern wir mit dem laufenden Bürger- und Volksbegehren vom Senat
eine entsprechende Nachnutzung ein! Und das ist der Wunsch der
allermeisten Berliner! Das wissen wir, den wir stehen auf der Straße,
sammeln Unterschriften und diskutieren mit den Menschen über ein Stück
Berlin:
den Flughafen Tempelhof!
Wowereit ist die Regierung - das hat er jedenfalls selber gesagt ... hmmh!
Wir glauben "Die Monarchie ist tot - es lebe die Demokratie"! Auch wenn
dies zur Zeit schwierig zu vermitteln ist! Erst kürzlich hat Wowereit
seine Senatorin Lüscher und Junge-Reyer entmachtet und brüskiert, in dem
er im Alleingang sich über den international ausgelobten "Call of Ideas"
hinweggesetzt hat und im Alleingang Verträge abgeschlossen hat, die er
selbst auf Nachfrage noch nicht einmal offen legen will - sehr
bedenklich!
Wir fordern den Senat auf an der Berliner Politik teilzunehmen und
endlich die Interessen der Berliner zu verfolgen. Es gibt keine Umfrage,
in der sich nicht eine deutliche Mehrheit für die Zukunft von Tempelhof
als Flughafen ausgesprochen hat.
Und auch die Umweltschützer sind von den Plänen des Senats sehr
enttäuscht, denn mit einer so schnellen Bebauung hat niemand gerechnet.
Unser Konzept hingegen bedeutet kaum Fluglärm, dafür aber
weiterhin Schutz für das in den letzten 85 Jahren autark entstandene
Ökosystems.
Wenn unser Herr Bürgermeister nicht Willens oder nicht in der Lage ist,
auf o.g. Hintergründe souverän und angemessen zu reagieren, so ist umso
mehr die
Bundespolitik gefordert hier im Interesse der Bundesrepublik und aller
Deutschen den
Planungen des Senats Einhalt zu gebieten.
Der Bund ist Miteigentümer unseres Flughafens und somit aufgefordert
seine Anteile für derartige "Nutzungskonzepte" nicht herzugeben! Der
Bund hat hier ebenfalls Verantwortung!
Hier gilt es nicht beliebiges sondern etwas ganz besonderes zu schaffen!