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Bürger-Initiative
"Pro-Tempelhof"
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Am 8.
Oktober 1923 erteilte das
Reichsverkehrs-ministerium eine Konzession, die Tempelhof zum ersten
Verkehrsflughafen
der Welt machte. Als erste Flugstrecke wurde die Route Berlin - Königsberg beflogen. Zu den rund 100 Flügen jährlich kamen zusätzlich noch die Starts und Landungen der Zeppeline hinzu. |
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![]() © Foto Donati |
Schnell nahm der Flugverkehr deutlich zu, so dass sich bald Kapazitätsengpässe abzeichneten. In den 30er Jahren lag das von Tempelhof ausgehenden Verkehrsaufkommen deutlich vor den anderer großer Metropolen, wie London oder Paris. Der Architekt Ernst Sagebiel plante einen notwendigen Erweiterungsbau für die Zukunft und so sollte künftig eine Abfertigung von bis zu 6 Millionen Passagieren möglich werden. Im Grunde wurde das Flughafenareal aber neu entworfen. Das Flugfeld war ein 2 Km ausgedehntes Oval, welches Starts und Landungen in Ost-West-Richtung ermöglichte. Das Flughafengebäude selbst war 1230 Meter lang und mit einer monumentalen Eingangshalle ausgestattet. |
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Mit einer Gesamtgrundfläche von 284.000 qm war es seinerzeit das größte Gebäude der Welt und rangiert noch heute an Platz 3 weltweit. Trotz des 2. Weltkriegs wurden die Bauarbeiten stetig fortgeführt und erst kurz vor Kriegsende ausgesetzt. Mit der Eroberung Berlins geriet der Berliner Zentralflughafen zunächst in die Hand der Roten Armee, die diesen im Zuge der Aufteilung der Sektoren am 4. Juli an die Amerikaner übergab. Der zivile Flugverkehr wurde seit diesem Zeitpunkt offiziell eingestellt. |
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Am 24. Juni 1948 geschieht das unfassbare - Westberlin wird durch die Sowjets
von der Versorgung
aus Westdeutschland "abgeschnitten" - alle Versorgungswege zu Lande und zu
Wasser wurden bis
zum 2. Juli von und nach Westberlin unterbrochen! Eine gefährliche Situation
für Berlin, Deutschland
und die Welt!
Berlins Bürgermeister Ernst Reuter verkündete der Welt glaubhaft, dass diese
Stadt und seine Bürger
den festen Willen haben für die Freiheit zu kämpfen und die freie Welt diese
Menschen und diese Stadt
nicht aufgeben darf!
"Der Militärgouverneur sagte Reuter, die Alliierten seien bereit, zu
helfen so gut sie könnten – freilich unter
der Voraussetzung, dass Reuter ihm erklären könne, die Berliner Bevölkerung
werde alle Prüfungen bestehen
und zu den Alliierten halten. Ohne mit der
Wimper zu zucken, lautet die Antwort: Herr General, es kann überhaupt keine
Frage sein, wo die Berliner stehen; die Berliner werden für ihre Freiheit
eintreten und
werden jede Hilfe, die ihnen geboten wird, dankbar annehmen!"
![]() © Foto Donati |
Am 2. April 1948 erreichten die ersten Flugzeuge Westberlin. Natürlich konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht von einer ausgefeilten und durchorganisierten Luftbrücke sprechen, aber hier wurde von General Lucius D. Clay die Idee geboren; Westberlin vollständig aus der Luft zu versorgen, denn Berlin hatte einen voll einsatzfähigen Flugplatz - Tempelhof! So entwickelte sich die größte Lufttransportunternehmung, die die Welt bis heute gesehen hat. Mit Optimierung und der daraus resultierenden Auslastung der Luftkorridore landete zu Spitzenzeiten alle 90 Sekunden ein Versorgungsflugzeug in Tempelhof. |
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Zum Einsatz kamen Flugzeugtypen, wie die Skymaster C-54 oder die Douglas DC-3. Die Briten, die seit dem 28. Juni auch schon Versorgungsflüge nach Westberlin durchführten, beteiligten sich seit dem 30. Juni offiziell an der Luftbrücke - im Schwerpunkt landeten die britischen Maschinen vom Typ Dakota in Gatow oder mit Wasserflug- zeugen auf dem Wannsee. Am 17. November 1948 wurde nach nur 85 Tagen Bauzeit der Flughafen Tegel in Betrieb genommen. Die Blockade Westberlins dauerte 322 Tage und endete am 2. Mai 1949. Bis zu diesem Tage wurden durch die Alliierten 1,7 Millionen Tonnen in 212.000 Flügen nach Westberlin transportiert. Ohne den Flughafen Tempelhof wäre diese beispiellose Transportleistung nicht möglich gewesen. Nach Ende der Luftbrücke wurde bereits 1950 ein Teil des Flughafen Tempelhofs wieder für den zivilen Flugverkehr freigegeben. Schnell nahm das Verkehrsaufkommen zu, so dass auch der bis dorthin militärisch genutzte Teil von Tempelhof für eine zivile Nutzung freigegeben wurde. Die Passagierzahl betrug 1955 rund 650.000 Fluggäste, stieg aber stetig weiter an, bis der Flughafen Tempelhof 1975 zugunsten des neu errichteten Flughafen Tegels für den zivilen Flugverkehr geschlossen wurde. |
![]() © Foto Donati |
Der Flughafen Tempelhof wurde seit dem von den Amerikanern als
Militärflughafen genutzt, ehe er 1985
erneut für eingeschränkten
zivilen Luftverkehr (Geschäftsflugverkehr) freigegeben wurde.
![]() © Foto Donati |
Unter der Führung der Amerikaner gab es in regelmäßigen Abständen den 'Tag der offen Tür' auf dem Flughafen Tempelhof - letztmalig im Mai 1989. Neben einem umfangreichen Showprogramm, Paraden und Vorführungen konnte die Berliner hier Flugzeuge der amerikanischen Luftwaffe, wie die Skymaster C 54 , die Douglas DC 3, Hubschrauber, Transportmaschinen der Marken Herkules oder Galaxy, sowie Flugzeuge aus der zivilen Luftfahrt der Marke Boing bestaunen. Diese Veranstaltungstage für die Berliner waren stets ein großer Erfolg. |
Im Jahre 1990 wurde
im Zuge der Deutschen Einheit der Flughafen Tempelhof von den Amerikanern der
Berliner
Flughafengesellschaft übergeben. Zu dieser
Zeit flogen
etwa 400.000 Passagiere jährlich ab Tempelhof.
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Am 28. September 2001 gibt
es in Berlin ein bedeutendes Wiedersehen, denn die Air-Service-Berlin CFH GmbH bringt den letzten fliegenden Rosinenbomber zurück nach Berlin-Tempelhof - eine restaurierte Douglas DC-3, die tatsächlich an der Berliner Luftbrücke teilgenommen hatte. Seit dem bietet die Air-Service-Berlin CFH GmbH ihre klassischen Rundflüge über Berlin an - von welchem Flughafen auch sonst könnte ein sollte ein solch historischer Rundflug starten? Von Tempelhof geht es im Rosinenbomber auch zu vielen anderen deutschen Zielen, wie z.B. Dresden, Kiel, Rostock oder Hamburg. |
![]() © Foto Donati |
Da sich die kostendeckende Nutzung des gesamten Gebäudekomplexes durch den
Flugbetrieb nicht
erreichen ließ, beantragte die Berliner Flughafen Gesellschaft 2003 und
2006 die Aufhebung der Betriebspflicht.
![]() © Foto Donati |
Die in
Tempelhof ansässigen Fluggesellschaften verhinderten die erste Stilllegung
durch einen Eilantrag am 23. September 2004 erfolgreich, so dass der Flughafen vorerst weiter betrieben werden musste. Der Schließungsantrag des Senats wurde im Dezember 2006 vor dem Oberverwaltungsgericht in Berlin verhandelt; der vorgeschlagene Vergleich aber von den klagenden Parteien abgelehnt. Im Februar 2007 bestätigte das Oberverwaltungs- gericht nun den Schließungsbeschluss keine Revision zu. damit wurde vom Senat angekündigt Tempelhof zum Oktober 2008 zu schließen. |
Es ist nach diesem
Gerichtsentscheid damit zu
rechnen, das einige der verbliebenen Fluggesellschaften schon
vor 2008 den Flughafen Tempelhof verlassen und so wird entsprechend dem
Willen der Berliner Landesregierung Zug um Zug Tempelhof stillgelegt und
das, obwohl der Flughafen Tempelhof juristisch unbedenklich bis 2011
durch die
Berliner Flughafengesellschaft
weiter betrieben werden dürfte!
| Am
Samstag, den 08.September 2007 hatten die Berliner Flughäfen zu einem Erlebnistag zum Flughafen Tempelhof eingeladen. Diese Veranstaltung stellte den Auftakt einer ganzen Reihe von Events anlässlich der geplanten Schließung des Flughafens Tempelhof zum 31. Oktober 2008 dar. Und so gab es dann auch gleich ein Ereignis der Superlative, denn es schwebte das bisher größte Verkehrsflugzeug ein, welches jemals Tempelhof auf einem regulären Flug ansteuerte - ein Großraumjet vom Typ Airbus A330-200 der LTU aus Düsseldorf kommend. Nach einem Durchstartmanöver setzte der Airbus dann im 2. Anlauf um 08:52 Uhr auf der südlichen Rollbahn auf. |
![]() © Foto Donati |
![]() © Foto Donati |
Für den
später angebotenen Rundflug über Berlin wurde die Flugroute dann
aufgrund des schlechten Wetters geändert. |
Leider interessiert sich
der rot-rote Senat in Berlin nicht im geringsten für den Berliner Traditionsflughafen und
möchte ihn so
schnell wie möglich, also bereits am 31.10.2008 schließen - und das, obwohl
es bisher keine ernstzunehmenden Nachnutzungskonzepte gibt!
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Anders dagegen die amerikanischen Investoren um
die Manager Lauder & Langhammer, die
in ein ambulantes Gesundheitszentrum mit Flughafenanbindung rund 350
Millionen Euro investieren und rund 1000 Arbeitsplätze schaffen möchten.
Auch Europas größte Hostelkette möchte 5 Millionen Euro in ein Hostel
mit 1000 Betten investieren - Bedingung wäre bei beiden, das der
Flugbetrieb aufrecht erhalten bleibt! Führende Vertreter der Wirtschaftsverbände, sowie der Landes- und Bundspolitik befürworten dieses ernst-zunehmende Zukunftsprojekt, nicht zu letzt, weil es viele neue Arbeitsplätze schaffen würde. Auch Überlegungen die Flugbereitschaft des Bundes, sowie weitere Bundesbehörden in Tempelhof unterzubringen, sprechen für den Erhalt des Flughafens Tempelhof! |
![]() © Foto Donati |
Viele gute Gründe sich voll für Tempelhof zu engagieren - denn dies sind alles konkrete Vorschläge, ja Visionen, die die Stadt weiterbringen können - eine Brache mit Wiesenmeer oder Birkenwald, bringt Berlin NICHTS!
![]() © Foto Donati |
Im Zuge der Verhandlungen
zwischen dem Bund und dem Land Berlin zum Hauptstadtvertrag Ende
November 2007, wurde von der Bundesregierung durch Bundesfinanz-minister
Peer Steinbrück und Kanzleramtsminister de Maiziére, Berlin ein besonderes Angebot gemacht: Der Bund bot an, Berlin solle den Flughafen Tempelhof bis 2011 offen halten, um die Luftverkehrsabwicklung in der Region während des BBI-Bau's abzusichern, aber auch um Zeit für ein vernünftiges Nachnutzungskonzept zu gewinnen. Der Bund würde dafür bis 2011 die kompletten Betriebskosten (rund 10 Mio. Euro jährlich) alleine übernehmen! Dieses überraschend gute Angebot wurde von dem Regierenden Bürgermeister Wowereit ebenfalls abgelehnt - Tempelhof ist nicht verhandelbar! |
Die letzten Tage vor dem
endgültigen SchließungsTermin haben sehr viele Berliner die Gelegenheit
genutzt, noch einmal den Flughafen Tempelhof zu erleben.
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Besonderen
Ärger gab es, dass direkt am 30.10.2008 die Berliner überraschender
Weise gar nicht mehr in die Haupthalle gelassen wurden - Begründung war,
dass die Abschiedsgala" vorbereitet" werden musste. Überhaupt wurde sehr darauf geachtet, dass die Berliner auf Distanz gehalten wurden - zu keiner Zeit hatten die Berliner die Gelegenheit das Restaurant oder die Besuchertribüne auf dem Dach mit Blick aufs Flughafenfeld spontan zu besuchen! Und so standen die Berliner am 30.10.2008 zunächst drinnen vor verschlossenen Türen und später dann draußen im Regen und protestierten, während "die Herrschaften" um unseren Herrn Bürgermeister in der Haupthalle bei Sekt & Kaviar ihren "Erfolg" feierten! |
![]() © Foto Donati |
Und so wurde gegen den Willen weiter Teile der Bevölkerung, Politik und
Wirtschaft unter großen Protesten (drinnen & draußen!) unser Berliner
Traditionsflughafen stillgelegt. Eine Schande für Berlin und
Deutschland!

Die Party ist aus und die Lichter sind
erloschen - ab jetzt wird nur noch abgebaut. (31.10.2008 um 1:34 Uhr) © Foto Donati
![]() Die Eingangstüren zur Haupthalle bleiben verschlossen, während vorne am Adlerkopf Trauerkerzen brennen! © Fotos Donati |
Namentlich fordern
über eine halbe Millionen
Berliner eine andere
Tempelhof-Politik vom Senat!
Die Tempelhof-Befürworter haben die besseren Argumente und deshalb geht
das Ringen um unseren
Zentralflughafen weiter.
Es gilt für Berlin ein Stück Identität und einen Standortvorteil zu
erhalten und
gleichzeitig unkalkulierbare finanzielle Belastungen für die Berliner Steuerzahler zu
vermeiden.
Der Flughafen Tempelhof muss authentisch erhalten bleiben!
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Zum 60.
Jahrestag ehrte die EADS den
Flughafen Tempelhof und die Luftbrückenveteranen
durch einen sensationellen Überflug des A380 in nur 150m Höhe!
© Foto Donati (01.06.2008 / 15:00 Uhr)
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Machen Sie mit und unterstützen Sie
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- beteiligen Sie sich an geplanten Aktionen
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Vielen Dank! BI
"Pro-Tempelhof"
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Impressum: Verantwortlich gem. § 10 Absatz 3 MDStV Andreas Donati Cunostraße 61 14193 Berlin Tel. 030/861 90 53 pro-tempelhof@web.de
St.-Nr. 18/264/52718
UNESCO
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